Edel-Burger mit Reh, Preiselbeeren, Birnen und Rotkrautsalat
Da wir in einer recht wildreichen Gegend wohnen ist es relativ einfach, an Wild wie Reh, Damwild oder Wildschwein zu gelangen. Auch in eurer Gegend werdet ihr sicher einen Jäger oder einen Händler finden, der euch mit frischem Wild versorgen kann. Die Frische ist sehr wichtig, denn der typische, strenge Hautgout-Geschmack hat beim Wild nichts mehr zu suchen! Das früher geschätzte Aroma ist nichts weiter als Fäulnis durch mangelnde Kühlung und wurde früher sogar absichtlich herbei geführt, indem das Wild tagelang in der Decke aufgehängt wurde. So etwas ist nicht nur unappetitlich, sondern auch unhygienisch. Für unseren Burger brauchen wir frisches Reh, bei dem die Kühlkette nicht unterbrochen wurde.
Zu unserem Reh-Patty gibt es natürlich auch ein paar andere Zutaten, als man von anderen Hamburgern vielleicht gewohnt ist. Wer will schon einen solchen Burger durch ordinäre Barbecuesauce misshandeln? Stattdessen verwenden wir Preiselbeeren, karamellisierte Birnen und einen leichten Rotkrautsalat. Diese Kombination passt hervorragend zum Reh und schmeckt einfach traumhaft lecker.
Da das Reh ein wenig zu mager ist, geben wir noch ein wenig fetten Speck mit dazu. Damit das Patty besser zusammenhält, kommen noch ein Ei und ein paar Semmelbrösel dazu. Das ist zwar nicht ganz optimal, aber besser als ein zerfallendes Patty auf dem Burger ist es allemal.
Für das Bild haben wir testweise mal ein paar selbst gemachte Bagels probiert. Wir müssen aber sagen, unsere Burger Buns gefallen uns deutlich besser. Welche Buns ihr verwendet, bleibt natürlich euch selbst überlassen. Wir sind aber der Meinung, dass ein so edles Patty mit Reh auch ein perfektes Bun verdient hat.
Rezept „Reh-Burger mit Preiselbeeren“
- Ergibt: 4 Burger
- Vorbereitungszeit: 20 Minuten
- Zubereitungszeit: 15 Minuten
Zutaten
- 4 Burger Buns
- 400 g Birnen
- 20 g Butter
- 1 TL brauner Zucker
- 80 g Preiselbeerkompott
Rotkrautsalat
- 500 g Rotkohl
- 50 ml Orangensaft
- 2 EL Himbeeressig
- 1 EL Öl
- ½ TL Salz
- 1 TL brauner Zucker
Patty
- 500 g Fleisch vom Reh, z.B. vom Blatt oder Hals
- 100 g fetter Speck
- 60 g Semmelbrösel
- 1 Ei
- 1 EL Senf
- Salz
- Pfeffer
- Paprikapulver, edelsüß
Zubereitung
- Das Fleisch vom Reh und den fetten Speck in Würfel schneiden, mischen und fein wolfen. Die Hackmasse mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Senf würzen. Das Ei und die Semmelbrösel dazu geben und alles gut miteinander verkneten. Aus der Masse 4 gleichgroße Pattys formen und bis zum Grillen oder Braten abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
- Den Rotkohl vierteln, den Strunk entfernen und in sehr feine Streifen schneiden. Alles in eine große Schüssel geben und mit Salz und Zucker mischen. Den Kohl kurz mit den Händen etwas durchkneten, bis ihr merkt, dass der Kohl feucht wird. Kohl zur Seite stellen und 10 Minuten ziehen lassen.
- In der Zwischenzeit die Birnen schälen und in ca. 3 bis 5 mm dicke Scheiben schneiden. Die Butter und den braunen Zucker in eine große Pfanne geben und vorsichtig erhitzen, so dass der Zucker karamellisiert. Birnenscheiben in die Pfanne geben und kurz darin braten, damit sie leicht karamellisieren. Karamellisierte Birnen aus der Pfanne nehmen und zum Abkühlen zur Seite stellen.
- Den Orangensaft für den Rotkrautsalat erhitzen und mit dem Essig und dem Öl über den Kohl gießen. Alles gut miteinander vermischen und bis zur Verwendung zur Seite stellen. Ab und an durchrühren.
- Die Pattys aus dem Kühlschrank nehmen und in einer großen Pfanne oder auf dem Grill beidseitig für ca. 6 Minuten braten oder grillen. Die Burger Buns aufschneiden. Die untere Hälfte mit Preiselbeerkompott bestreichen und mit den Birnenscheiben belegen. Das Patty darauf setzen und mit Rotkrautsalat belegen. Den Deckel darauf setzen und servieren.
- Zubereitungsart: Grillen/Braten
- Gang: Hauptgericht
- Schwierigkeitsgrad: einfach
Hinweise
- Statt Reh könnt ihr auch gern Damwild verwenden. Achtet aber bitte immer darauf, dass ihr frisches Fleisch verwendet. Das früher so beliebte Hautgout-Aroma würde den Geschmack des Burgers vollkommen verderben.
- Bei der Verarbeitung von Wild solltet ihr besonders auf Hygiene achten. Benutzte Schneidebretter, Messer usw. sollten sofort gründlich abgewaschen werden, bevor sie mit anderen Lebensmitteln in Kontakt kommen.
- Übrig gebliebenen Rotkrautsalat könnt ihr gut als kleine Beilage servieren. Dieser Salat schmeckt auch so wirklich toll. Verwendet aber bitte keinen Rotkohl aus dem Glas, sondern ausschließlich frischen Kohl!
- Wer mag, kann in die Patty auch etwas fein gehackten Rosmarin geben. Auch eine kleine (!) Prise Chili kann gern verwendet werden. Denkt aber immer daran, den edlen Geschmack vom Reh nicht mit zu kräftigen Aromen oder zu viel Schärfe zu erschlagen!
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6 Kommentare auf "Edel-Burger mit Reh, Preiselbeeren, Birnen und Rotkrautsalat"
Sehr stimmiger Burger. Und nebenbei noch ein Fremdwort gelernt: „Hautgout“. Danke!
Hallo Martin,
es ist schön dass dir der Burger gefällt. Probier ihn einfach einmal aus und schreib uns wie er dir geschmeckt hat. Ich kann ihn wirklich nur empfehlen.
Richtig toller Burger.
Macht direkt Lust den Fleischwolf rauszuholen und loszulegen. Den Tipp mit dem Rosmarin halte ich für goldwert. Gibt nochmal das gewisse extra was den Burger von 99% auf 100% bringt. Wirklich gelungen!
Gruß
Jens
Danke für das Lob. Dieser Burger ist wirklich etwas ganz Besonderes. Wir wollten eigentlich auch gleich etwas Rosmarin hinein geben, aber da wir leider keinen frischen da hatten, mussten wir ihn weg lassen. Der getrocknete Rosmarin, den man zu kaufen bekommt eignet sich nicht so gut, da er einfach nur strohig ist.
Die Burger klingen wirklich gut! Was für eine außergewöhnliche Idee! Die merke ich mir mal - ist eine super Idee für das Weihnachtsessen, was meine Freundin und ich dieses Jahr für unsere Freunde planen. Danke für das geniale Rezept!
Hallo Karsten,
schön, dass dir das Rezept gefällt. Dieser Burger ist wirklich etwas sehr Feines und sehr passend für ein Weihnachtsessen. Eure Freunde werden sich bestimmt sehr über dieses Essen freuen. Ich drück dir die Daumen, dass alles klappt. Wir würden uns über Feedback freuen.