Wie grille ich ganz einfach einen Rehrücken?

Kann man einen Rehrücken wirklich ohne großen Aufwand und ewig lange Marinierzeiten grillen? Wir sagen “Ja, das kann man!” und zeigen dir heute, wie ein zarter, saftiger Rehrücken ganz einfach und unkompliziert im Kugelgrill zubereitet werden kann. Die reine Vorbereitungszeit beträgt nur wenige Minuten und auch im Grill benötigst du nur knapp 45 Minuten.

Wir hatten das Glück vor einiger Zeit einen tollen Rehrücken frisch vom Jäger zu bekommen. Warum also sollten wir ihn nicht einfach im Grill zubereiten, haben wir uns gefragt. Nichts leichter als das, schließlich haben wir ja schon Erfahrung im Umgang mit Wildfleisch beim Grillen.

Früher hieß es immer, man müsse Wild einige Tage lang in Buttermilch, Wein oder Essigmarinaden einlegen (Beizen), damit der strenge “Wildgeschmack” nachlässt. Dabei handelte es sich dabei gar nicht um Wildgeschmack, sondern um “Hautgout“. Das ist genau genommen ein Verwesungsgeruch, der durch beginnende Fleischzersetzung bei zu lange oder zu warm abgehangenem Wild entsteht. Durch moderne Kühltechnik wird das heutzutage vermieden und so kann man bei Reh, Wildschwein und Co. auf diese veralteten Techniken verzichten! Ein Glück für uns, denn das verkürzt die Marinierzeit drastisch und das Fleisch schmeckt wesentlich angenehmer. Darum muss heute auch niemand mehr Bedenken beim Verzehr von Wild haben.

Rehrücken im Baconmantel

Gegrillter Rehrücken im Baconmantel an Kartoffelspießen.

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4.8 von 5 Bewertungen

Rezept “Gegrillter Rehrücken im Baconmantel”

Gang Hauptgericht
Zubereitungsart Grillen
Vorbereitung 15 Minuten
Zubereitung 45 Minuten
Arbeitszeit 1 Stunde
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 600 g Rehrücken ausgelöst
  • 200 g Bacon
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner
  • 1 EL gehackte Thymianblätter
  • 1 EL gehackter Rosmarin
  • 1 EL gehackte Majoranblätter
  • 3 EL scharfer Senf
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 TL Salz

Zubereitung

  • Den Thymian, Rosmarin und Majoran waschen, trocken schütteln und fein hacken. Die Pfefferkörner in einem Mörser zerkleinern und zu den Kräutern gegeben. Den Senf und das Olivenöl mit den Kräutern und den Gewürzen ordentlich vermischen. Die fertige Marinade zur Seite stellen. Das Fleisch waschen, trocken tupfen und mit der Marinade in einen Gefrierbeutel geben. Alles gut vermischen und für ca. 4 bis 5 Stunden im Kühlschrank marinieren.
  • Anschließend das Fleisch aus der Marinade nehmen und mit dem Bacon umwickeln. In der Zwischenzeit den Grill zum indirekten Grillen mit einer Zweizonenglut vorbereiten und auf 180 °C vorheizen. Das Fleisch rundherum direkt angegrillen und anschließend indirekt bis zu einer Kerntemperatur von 80 °C fertig grillen. Sobald die Kerntemperatur erreicht ist, das Fleisch aus den Grill nehmen und abgedeckt 5 Minuten ruhen lassen.
Hast du dieses Rezept probiert?Erwähne @fire_eaters_bbq oder nutze den Hashtag #fire_eaters_bbq!

Bilderstrecke

Natürlich haben wir auch dieses Mal die Bilder der Zubereitung von diesem leckeren Rehrücken für dich in einer Bilderstrecke zusammengefasst.

Hinweise

  • Früher wurde Rehrücken oft mit Speck gespickt. Wir finden, dass man das bei so einem zarten Fleischstück lieber nicht machen sollte. Es bleibt auch so saftig, wenn man die Kerntemperatur einhält.
  • Bitte stelle unbedingt sicher, dass ihr die 80 °C Kerntemperatur wirklich erreicht. Da Wild nicht kontrolliert im Stall aufwächst, können sich natürlich auch Krankheitserreger bilden, die aber bei einer korrekten Kerntemperatur abgetötet werden.

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Wie du siehst, ist es gar nicht schwierig einen zarten Rehrücken zu grillen. Grillst du auch gern mal Wild oder würdest es gern tun? Schreibe uns in den Kommentaren deine Meinung!
Gut Glut!
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Letzte Aktualisierung am 10.03.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API



Kommentare

  • Eibl Olaf 31 / 12 / 2014 Antworten

    Muss ich ausprobieren habe ein ganzes Reh im Froster kann man auch Keule im ganzen verwenden oder sollte man sie auslösen!

    • Oliver 31 / 12 / 2014 Antworten

      Man kann eine Keule im Ganzen grillen (indirekt, evtl. mit ein wenig Rauch). Besser ist es aber, die Keule auszulösen, rundum scharf anzugrillen und dann indirekt fertig zu garen. Das geht schneller und gleichmäßiger. Bei einer ganzen Keule besteht immer die Gefahr, dass sie außen schon trocken wird und sie am Knochen noch blutig ist.

  • Lars 01 / 01 / 2015 Antworten

    Super Rezept (wenn man todesmutig die Kerntemperatur auf 57 Grad reduziert) 🙂 ! Wir hatten als Beilagen Süßkartoffelpommes und einen. Rotkohl-Möhren-Grenadinesalat und eine Glühwein-Cranberry-Sauce.

    • Oliver 01 / 01 / 2015 Antworten

      Davon ist dringend abzuraten! Praktisch sämtliches Haarwild ist mit pathogenen Keimen belastet und sollte daher ausschließlich durchgegart werden! Siehe dazu auch die Untersuchungsergebnisse vom Bayrischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit von 2008.

  • Ernst-Wilhelm 03 / 10 / 2017 Antworten

    Super Rezept, schnell einfach und sehr lecker. Allerdings habe auch ich die Kerntemperatur bei 65°C belassen. Das Fleisch war leicht rosa und total zart.

  • Marcel 23 / 03 / 2018 Antworten

    Vielen Dank für diese Rezept Idee.

    Nachdem ich mein erstes Reh erlegt und zerlegt habe, wollte ich natürlich auch was schönes drauß machen.

    Eure Rezeptidee hat mich sehr angesprochen. Es ist wirklich schnell und unkompliziert zuzubereitet und hat super geschmekt. Durch den Speckmantel war das letzte Stück sogar am nächsten Tag aufgewärmt zum Mittagessen ein Genuss.

  • Oliver 23 / 03 / 2018 Antworten

    Hallo Marcel,

    das freut uns sehr zu hören! Gerade bei Reh ist so ein Speckmantel wirklich Gold wert, sonst wird es sehr leicht trocken.

  • Marcel 26 / 03 / 2018 Antworten

    Hallo Oliver, danke für Deine Antwort.

    Zum Osterfest soll bei uns die Rehkeule auf dem Grill. Den Trick mit dem Speckmantel werde ich hier wieder anwenden. Bin mir nur mit der Marinade noch etwas unschlüssig.

    Ich wollte nach Folgendem Schema vorgehen:

    Indirekt Grillen bei 140 Grad
    bis zur Kerntemperatur von ca 66 Grad. (Werden bestimmt 3 Stunden ins Land gehen. )

    Ich hätte noch ein paar Fragen an den Fachmann, vlt. findest Du Zeit zu antworten.

    1. Sollte der Speckmantel vorher noch direkte Hitze bekommen?

    2. Wie lange würdest Du vorher marinieren? Ich hätte die Keule über Nacht eingelegt.

    3. In einem anderen Rezept habe ich gelesen, dass man die Keule danach 20 min ruhen lassen soll. Da habe ich große Bedenken, dass die Keule danach kalt ist. Wie stehst Du dazu?

    Viele Grüße und Gut Glut
    Marcel

  • Oliver 26 / 03 / 2018 Antworten

    Direkte Hitze vorher muss nicht unbedingt sein. Evtl. kannst du das Ganze ca. 30 Minuten vor Schluss noch mit einer zuckerhaltigen Glasur überziehen. Preiselbeermarmelade würde hier z.B. passen.

    Über Nacht solltest du mindestens marinieren. 24 Stunden schadet auch nicht.

    Das Ruhen ist wirklich wichtig, sonst verlierst du zu viel Fleischsaft und die Keule wird trocken. Du kannst die Keule zum Ruhen auch gern in Alufolie wickeln. Dann kühlt sie nicht so schnell aus. Um ganz sicher zu gehen, kannst du das Ganze zusätzlich in eine Thermobox legen und ein paar 1,5l PET Flaschen mit warmen Wasser dazu legen.

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